Sessions-Debriefing: Entwicklung im Zentrum – Alternative für Kultursonne gesucht

Medienmitteilung

Sessions-Debriefing: Entwicklung im Zentrum – Alternative für Kultursonne gesucht

In Ebikon wird ein Grundstück der Gemeinde an Investoren verkauft – dies ermöglicht eine ganzheitliche Arealentwicklung und ist für die Gemeinde ein grosser Gewinn. Damit wird aber etwas anderes konkreter: Der absehbare Verlust des Restaurants Sonne und der Räumlichkeiten der Kultursonne. Es braucht Alternativen.

 

Das Geschäft zum Verkauf des Grundstücks Nr. 521 an der Dorfstrasse sorgte im Vorfeld für einige Diskussionen. Allerdings nicht wegen des Gebäudes oder des Grundstücks an sich, sondern wegen der Entwicklung des gesamten Areals. Auf diesem Areal stehen auch das Restaurant Sonne und das zugehörige Lokal der Kultursonne.

 

Gleich zu Beginn stellte FGK-Präsident Daniel Kilchmann (GLP) klar: «Der Verkauf des Grundstücks hat keinerlei Einfluss auf das Vorgehen der Investoren bezüglich der Sonne. Das Restaurant und auch das Event-Lokal werden, was wir sehr bedauern, ohnehin weichen müssen.» Oder anders gesagt: Ein Nein zum Verkauf würde die Sonne nicht retten, es würde bloss die Arealentwicklung für die Investoren verkomplizieren. Die Gemeinde Ebikon bliebe zudem auf einem maroden Gebäude auf einem nicht mehr entwicklungsfähigen Mikro-Grundstück und den damit verbundenen Kosten sitzen.

 

In der Debatte zum Geschäft wurde die Verknüpfung zwischen Kultur in Ebikon und dem Grundstücksverkauf trotz fehlender Sachverwandschaft doch immer wieder gemacht. Die linke Fraktion verstieg sich sogar zum Vorwurf der Erpressung an die Adresse der Investoren. Die anderen Votanten zeigten sich konstruktiver, beispielsweise der ehemalige Einwohnerratspräsident Alex Fischer (Mitte-Partei). Er betonte ebenfalls die Wichtigkeit der Sonne und der Kultursonne. Man müsse dies aber anders lösen als mit einer Opposition gegen den Grundstücksverkauf. Andere Stimmen im Rat betonten die gewerbliche Seite und lobten den Gemeinderat für ein gutes Verhandlungsresultat.

 

Am Ende scheiterte die linke Fraktion mit ihrem Anliegen und der Verkauf wurde mit den Stimmen des gesamten restlichen Rats mit 21 zu 4 Stimmen angenommen, inklusive eines abweichenden SP-Vertreters. Damit ist der Weg frei für eine ganzheitliche Planung für das Areal. Ein wichtiges Projekt im Zentrum von Ebikon wird dadurch ermöglicht.

 

Selbstredend ist auch für die GLP der Erhalt von bestehendem Raum für Kultur und die Schaffung eines Ersatzes für die Lokalitäten der Kultursonne ein wichtiges Anliegen. Wir werden in dieser Angelegenheit dranbleiben und entsprechende Bestrebungen unterstützen resp. uns aktiv daran beteiligen.

 

Weitere Infos zu diesem sowie den anderen behandelten Traktanden sind auf der Website der Gemeinde Ebikon aufgeschaltet.

On a Sidenote: Personelles bei der Mitte-Partei

Paolo Chiodo (Mitte-Partei) wurde aus dem Einwohnerrat verabschiedet. Sein Rücktritt erfolgte aus privaten Gründen. Seinen Ratskolleg:innen wünschte er zum Abschied: «Tragt Sorge zu unserem Dorf, zu unseren Vereinen und dem Äbiker Gewerbe. Aber am allerwichtigsten ist: Tragt Sorge zu euch selbst und zueinander.» Die GLP Ebikon wünscht Paolo Chiodo alles Gute – herzlichen Dank für dein Engagement, lieber Paolo.

 

An seiner Stelle rückte Martin Marfurt für die Mitte-Partei in den Rat und wurde erfolgreich vereidigt. Marfurt übernimmt zudem ab sofort einen Platz in der Umwelt- und Baukommission, Isabelle Rüssi rückt dafür in die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission FGK auf.