Nationalratswahlen 2023

Neben den kantonalen Wahlen, welche bereits am 2. April 2023 anstehen, rücken auch die nationalen Wahlen immer näher. Im Fokus steht derzeit die Suche nach geeigneten Kandidierenden für den Nationalrat. Jeder der sich fähig für eine solche Kandidatur fühlt, soll sich auf jeden Fall beim strategischen Wahlkampfteam bewerben! Reiche dein Dossier bitte bis am 23. Januar bei unserem Co-Präsident Michel Rudin ein. Das strategische Wahlkampfteam wird dann anhand der Bewerbungen eine Empfehlung zuhanden der Mitgliederversammlung abgeben.
Folgende Kriterien werden für die Zusammenstellung der Nationalratsliste berücksichtigt: Erfahrung, Parteiarbeit, regionale Verankerung, Ressourcen für den eigenen Wahlkampf, Diversität, Strafregisterauszug & Betreibungsregisterauszug, Commitment zum Wahlkampf und Ambitionen.

Bei konkreten Fragen zum Prozess oder den Kriterien dürft ihr euch gerne bei Michel Rudin melden (info@michelrudin.ch).
Wir freuen uns über möglichst viele Kandidierende für die Nationalratsliste.

Interview mit Roland Fischer zum Wahlkampf im Jahr 2019

 

Vor- / Nachname:
Roland Fischer 

Alter:                     
57 Jahre

Beruf:                   
HSLU Dozent in den Bereichen
Public Financial Management und International Economics  

Wohnort:                 
Udligenswil

glp Aktivität:             
Nationalrat der glp Luzern 
 


Was hast du für Erinnerungen an deinen Wahlkampf im Jahr 2019?
Ich habe sehr gute Erinnerungen an den Wahlkampf 2019. Es war eine grosse Aufbruchstimmung vorhanden, die unter anderem auch von der Klimastreik-Bewegung geprägt war. Man konnte spüren, dass wir mit unseren Positionen goldrichtig liegen und eine grosse Chance haben, die Schweiz voranzubringen, insbesondere im Bereich des Klimaschutzes, aber auch im Hinblick auf eine liberalere, tolerantere Gesellschaft und einer nachhaltigen Wirtschaft. Für den Nationalrats- und Ständeratswahlkampf war es ausserdem sehr motivierend, dass wir im Frühjahr bereits in den Kantonsratswahlen Wähleranteile und Sitze hinzugewonnen hatten. Ich war deshalb sehr zuversichtlich, dass wir den im Jahr 2015 verlorenen Nationalratssitz wieder zurückholen werden.

Inwiefern unterscheidet sich die heutige Ausgangslage mit derjenigen aus dem Jahr 2019?
Im Jahr 2019 hatten wir nichts zu verlieren. Nach dem Einbruch im Wahljahr 2015 konnten wir eigentlich fast nur gewinnen. Heute ist die Ausgangslage eine andere. Einerseits ist es sehr wichtig, dass wir die guten Ergebnisse aus dem 2019 bestätigen. Das ist sozusagen der Sockel, auf dem wir aufbauen können. Damit wir Grünliberale uns aber langfristig etablieren und auch Regierungsverantwortung auf Kantons- und Bundesebene übernehmen können, müssen wir weiter an Wähleranteilen zulegen. Es geht also darum, dass wir uns als starke und verlässliche Kraft in der Schweizer Politlandschaft etablieren.

Welche Kompetenzen muss man mitbringen, damit man eine Nationalratskandidatur in Angriff nehmen kann? 
Basis für eine Kandidatur ist eine grosse Freude an der nationalen Politik sowie die Überzeugung, dass wir Grünliberale die richtigen Antworten für die Herausforderungen der Zukunft haben. Es ist zentral, dass die Kandidierenden die Positionen der Grünliberalen teilen und unterstützen. Denn Nationalratswahlen sind – wie die Kantonsratswahlen auch – Listenwahlen, wo es in erster Linie darauf ankommt, dass die Liste möglichst viele Stimmen erhält. Hinzu kommt die Bereitschaft, einen aktiven Wahlkampf zu betreiben und dafür zeitliche und allenfalls auch finanzielle Ressourcen aufzuwenden. Zudem ist es von Vorteil, wenn man bereits politische Erfahrung auf kommunaler oder kantonaler Ebene gesammelt hat. Und schliesslich sollte man persönlich in der Lage sein, das Amt gegebenenfalls auch anzunehmen und ausüben zu können.

Hast du Tipps für Kandidierende? 
Wichtig ist aus meiner Sicht, sich selbst zu bleiben und authentisch zu wirken. Man muss zu seinen Positionen stehen können, um sie glaubwürdig vertreten zu können. Andererseits ist es im Wahlkampf gerade bei Listenwahlen wichtig, das Gemeinsame und die Partei in den Vordergrund zu stellen; Teamwork ist gefragt! Ausserdem sollte man oft und gerne den Austausch mit den Wähler:innen pflegen, sei es an Wahlkampfaktionen auf der Strasse, an Veranstaltungen aber auch innerhalb der Partei. Und last but not least: Spass haben! Das schönste am Wahlkampf ist es, sich gemeinsam für ein Ziel einzusetzen und daraus möglichst viele positive Erinnerungen mitzunehmen.

Was waren die schönsten Momente deiner bisherigen Legislaturperiode?
Einer der schönsten Momente war für mich die Annahme meines Postulats für den Beitritt der Schweiz zum Europäischen Wirtschaftsraum durch den Nationalrat. Es beauftragt den Bundesrat, die Option einer Mitgliedschaft der Schweiz im EWR zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten. Zudem freut es mich sehr, dass ich in der zweiten Legislaturhälfte, das heisst seit diesem Jahr, die Finanzkommission präsidieren darf. Ein Höhepunkt war für mich auch die Annahme des Gegenvorschlags zur Gletscherinitiative in der letzten Herbstsession. Dieser Entscheid zeigt, dass wir endlich einen Schritt vorwärtskommen beim Klimaschutz.