Mittwoch, 30. September 2020

Vernehmlassung zum Ergebnis der Überprüfung Spange Nord und zum weiteren Vorgehen

Die Grünliberale Partei des Kantons Luzern bedankt sich für die Einladung zur «Vernehmlassung zum Ergebnis der Überprüfung Spange Nord und zum weiteren Vorgehen». Wir bedanken uns auch für die umfangreiche Fragenbeantwortung vom 14. Februar 2020.


Wir begrüssen es, dass der Kanton nach der Variantenüberprüfung auf die Spange Nord verzichtet. Das Abstimmungsergebnis vom Sonntag, 27.09.2020, hat uns dies deutlich bestätigt.


Beim Kanton stehen bedeutende Arbeiten und politische Diskussionen an, einerseits mit dem Mobilitätskonzept und anderseits mit dem Bericht zur Klimastrategie. Unter diesen Prämissen sehen wir nicht ein, dass der Weg mit der Fluhmühlebrücke der richtige ist. Den Nutzen dieses Projektes sehen wir als zu gering an. Die Weiterverfolgung des Projekts der Fluhmühlebrücke ist deshalb mindestens zu sistieren.


Die technische Variantenabhandlung bei der Überprüfung Spange Nord ist in sich gemäss enger Aufgabenstellung zwar richtig. Es fehlt aber eine Vision, welche vollumfänglich auf den ÖV und den Langsamverkehr setzt und diesen mit absoluter Priorität fördert. Der Kanton Luzern muss sich schnellstmöglich in Richtung «Netto Null CO2» bewegen. Wir brauchen im Moment also andere, gesamtheitliche Lösungen. Möglichkeiten wären etwa stärker auf Mobilitätsmanagement oder auf eine aktive Verkehrssteuerung bis hin zu Mobility Pricing zu setzen. Die Reisezeit mit dem ÖV darf sich auf keinen Fall verlängern und der motorisierte Individualverkehr darf auf keinen Fall weiter zunehmen. Der Fokus soll deshalb auf die Förderung des öffentlichen Verkehrs, des Fuss- und Veloverkehrs und auf die Verbesserung der Sicherheit und der Aufenthaltsqualität gelegt werden.